TIERE / Namensvorschläge aus ganz Deutschland erreichen den Nürnberger ZooTierpfleger nennt das Eisbären-Baby Flocke
Das Interesse an dem Eisbären-Mädchen im Nürnberger Zoo ist riesig. Aus ganz Deutschland treffen Namensvorschläge für den offenbar gesunden Winzling ein.
AP
NÜRNBERG Das Nürnberger Eisbär-Baby gedeiht unter seiner Flaschenaufzucht prächtig: Von Mittwoch auf Donnerstag nahm das kleine, weiße Bären-Mädchen 300 Gramm auf zwei Kilogramm zu, sagte ein Sprecher der Stadt Nürnberg. Bei der Geburt bringen EisbärBabys lediglich 500 Gramm auf die Waage. Schon alle drei Stunden schreit das nun vier Wochen alte Tierbaby nach Nahrung, was als gutes Zeichen zu werten sei. Auch Herzgeräusche und Verdauung beschrieb der Sprecher als normal.
Außerdem sei das Jungtier weiter gewachsen. Die genaue Körpergröße müsse aber erst noch gemessen werden. "Es sieht gut aus.".
Das Mitte Dezember geborene Baby war am Dienstag von seiner Mutter Vera getrennt worden, nachdem diese ihren Nachwuchs überraschend aus der Wurfhöhle getragen und dabei mehrmals aus bis zu eineinhalb Metern Höhe fallen gelassen hatte. Was die Mutter zu diesem Verhalten veranlasste, ist bisher noch unklar. Vermutet wird, dass eventuell ein Kamerateam zu nah an die Wurfhöhle gekommen war.
Inzwischen kümmern sich im Wechsel vier mit der Aufzucht von Bären erfahrene Pfleger um das Jungtier. Als Nahrung erhält es mehrmals täglich bis zu 80 Milliliter Welpenmilch. Dazwischen schläft das Bären-Baby unter einer Wärmelampe.
Offiziell hat das Eisbär-Mädchen zwar noch keinen Namen. Tierpfleger Horst Mausner sagte dem Fernsehsender N 24 jedoch, dass er das Tier Flocke nenne. "Ich habe sie heute in den Händen gehabt und sie angeschaut, so schneeweiß wie eine Flocke. Für mich ist sie die Flocke", erzählte er.
Der für den Tiergarten Nürnberg zuständige zweite Bürgermeister Horst Förther hatte zuvor darauf hingewiesen, dass das Jungtier erst dann einen Namen erhalten soll, wenn es sicher überlebt. Dieser Name soll in einem noch nicht näher bestimmten Wettbewerb ermittelt werden, an dem die Bevölkerung teilnehmen kann.
Nach Angaben von Nürnbergs Pressesprecher Siegfried Zelnhefer wurden schon jetzt unaufgefordert zahlreiche Vorschläge an die Stadt und den Tiergarten geschickt, darunter auch Smilla und Arktika.
Erscheinungsdatum: Freitag 11.01.2008
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