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Die berüchtigten "Mietnomaden" - nur ein Schauermärchen?
Professionelle Nicht-Zahler für betroffene Hauseigentümer ein großes Ärgernis, aber nur eine verschwindend kleine Zahl
Seit einiger Zeit geistert ein Schlagwort durch die Diskussion ums Mieten und Vermieten: "Mietnomaden". Wer nur die dicksten Schlagzeilen las, konnte zum Schluss kommen, hier gebe es durch Mieter, die niemals vorhaben, für den Wohnraum auch nur einen Cent zu bezahlen, und die sich darauf verlassen, dass sie nicht so schnell aus der Wohnung herauszuklagen sind, ein Problem, das Vermieter in großem Stil um ihr Geld bringe, das sie in ihrer Existenz bedrohe.
 
"Kriminelle Machenschaften" attestiert Udo Casper vom baden-württembergischen Mieterbund den wenigen, die in eine Wohnung ziehen mit der vollen Absicht, keinerlei Miete zu zahlen - und die Medien stellten das als Massenphänomen da. Ulf Börstinghaus, Präsident des Deutschen Mietgerichtstags, schätzt die Zahl solcher Mietnomanden in ganz Deutschland auf rund 1000, "also im Nano-Bereich". Im juristischen Sinne seien sie Betrüger. Die werde es immer geben - etwa wie Heiratsschwindler oder Ebay-Betrüger.
 
Börstinghaus gesteht aber auch zu, dass ein solcher Mietnomade für den betroffenen Wohnungseigentümer ein großes Problem sei: "Wer einen erwischt, ist übel dran." Insgesamt aber sei hier "eine Pseudodiskussion" um das Mietrecht entstanden, weil dieses Problem nicht durch Änderungen der bestehenden Vorschriften zu lösen sei. lk
 
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http://www.swp.de/wohnen
 




Erscheinungsdatum: Dienstag 21.10.2008

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