SÜDWEST AKTIV > Land und Welt > Topthemen
Ihre Ansprechpartner Impressum
Anmeldung für...
SÜDWEST PRESSE - ein starker Verbund

Artikel per E-Mail versenden Artikel drucken Schrift größer Schrift kleiner


Betriebsbeginn am 21. März
Premiere: Combino rollt über neue Trasse

Die erste Fahrt zum Hohen Steg ist gemeistert. Vom 15. Dezember an wird die Straßenbahn wieder regelmäßig bei der Donauhalle halten. Zur gleichen Zeit soll auch der neue Parkplatz freigegeben werden.

Jürgen Buchta

Ulm  Noch sind 50 Mann im Einsatz, um die letzten Baustellen an der neuen Straßenbahntrasse zwischen der Donauhalle und dem Böfinger Ostpreußenweg abzuarbeiten. Vor der Donauhalle verlegen weitere Arbeiter bis Ende Dezember die großen Bodenplatten.
 
Der Schienenausbau nähert sich seinem Ende. Am Montag testete ein Combino schon mal die Gleise auf dem neugestalteten Vorplatz am Messegelände und wendete anschließend auf der neuen Schleife bei der Fertighaussiedlung unterhalb des Hohen Stegs. Dies wird denn auch die Strecke sein, welche die Tram vom 15. Dezember an zwischen dem Donaustadion und der Donauhalle fahrplanmäßig nehmen wird, berichtete der technische Geschäftsführer der SWU Verkehr, Ingo Wortmann. Während der zurückliegenden Monate endete die Tramstrecke nämlich am Stadion, weil die 1979 und 1980 zur Landesgartenschau gebauten Schienenstränge stark abgenutzt waren und erneuert werden mussten.
 
Der neue Parkplatz bei den Ausstellungshallen ist so gut wie fertig. Die 209 Autoabstellplätze sollen Mitte Dezember für die Öffentlichkeit bereit gestellt werden, sagte Jörg Zeeb, der SWU-Projektleiter Schienenverlängerung.
 
Endete die Tramlinie bis vor gut einem Jahr vor dem Hauptzugang zur Friedrichsau, so ist sie jetzt in zwei engen Bögen an die Donauhalle herangeführt, was dem Messevorplatz einen völlig neuen Charakter verleiht. Um ihn nicht durch die benötigten Oberleitungsmasten zu verschandeln, wurden diese ein Stück weit von der Trasse entfernt aufgerichtet. Sobald die 40 Bäume, vermutlich werden es Eichen, zwischen den Messevorplatz und den Parkplatz gepflanzt sind, sollen die Masten im Westen im Laubwerk der Bäume „verschwinden“.
 
Die 4,7 Kilometer lange Neubaustrecke nach Böfingen hinauf soll am 21. März kommenden Jahres offiziell in Betrieb gehen, kündigte Wortmann weiter an. Bis es so weit ist, bliebe aber noch einiges zu tun. Ende dieses Monats werden die 17 notwendig werdenden Ampelanlagen stehen, berichtete er weiter. Die wichtigsten ampelgeregelten Kreuzungen befinden sich an der Einmündung der Böfinger Steige in die Talfinger Straße, am Egertweg, wo die Trasse von der östlichen auf die westliche Straßenseite wechselt, und an der Einmündung der Böfinger Steige in den Buchenlandweg. Die acht neuen Haltestellen sollen bis zum Jahresende fertig gestellt sein, sagte Wortmann.
 
Parallel zu diesen Arbeiten laufe die Betriebsfreigabe der Ausbaustrecke. Für die Streckenabnahme zuständig sei die Technische Aufsichtsbehörde Straßenbahn beim Regierungspräsidium Stuttgart.
 
Auf dem schwierigsten Streckenabschnitt starten die Versuchsfahrten am 24. November. Das ist die etwa 300 Meter lange Steilstrecke zwischen dem Hohen Steg und der neuen Haltestelle Eugen-Bolz-Straße mit einem Gefälle von 7,7 Prozent. Auch auf diesem Stück wird der – vollbesetzt – 50 Tonnen schwere Combino bei Bedarf schnell zum Stehen gebracht werden müssen. Die etwa 50 Fahrer werden für die Neubaustrecke eigens geschult.
 
Heute ist die Ulmer Tramlinie 5,5 Kilometer lang. Im März wird sie auf 10 Kilometer verlängert. Damit auf dieser dann fast doppelt so langen Strecke der gewohnte Zehn-Minuten-Takt eingehalten werden kann, brauchen die Stadtwerke zwei zusätzliche Straßenbahnwagen. Diese Combinos sollen Mitte Dezember geliefert werden.
 




Erscheinungsdatum: Dienstag 11.11.2008 16:24 Uhr

zurück zurück zur Ressort-Übersicht