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Kommentar
Neue Hoffnung keimt auf

Chirin Kolb

Neu-Ulm  Die neue Straßenbahntrasse nach Böfingen ist noch nicht in Betrieb, da denken die Stadträte bereits über eine neue Linie nach Ludwigsfeld nach – ist das nicht toll? Dabei hatte es noch vor ein paar Jahren so ausgesehen, als habe die Straßenbahn in Ulm/Neu-Ulm keine Zukunft, als bliebe sie für alle Zeiten auf die Linie 1 beschränkt. Jetzt keimt neue Hoffnung auf.
 
Die enorme Entwicklung Neu-Ulms kommt auch den Straßenbahnplänen zugute. Die Linie nach Ludwigsfeld würde fast alle Einrichtungen anfahren, die publikums- und damit fahrgastträchtig sind: die Innenstadt mit Bahnhof und Glacis-Galerie, das Dietrich-Kino, die Multifunktionshalle, die Hochschule, den Sport- und Freizeitpark Wiley und die neuen Wohnviertel. Selbst zum Badesee wären es nur ein paar Meter. Diese Linie scheint wie maßgeschneidert auf das Nahverkehrskonzept der SWU zu passen, das im Grunde die Straßenbahn entlang der großen Siedlungsachsen vorsieht und den Bussen Zubringerfunktion zuweist.
 
Freilich ist noch längst nichts entschieden. Und selbst für Straßenbahnfans wirkte der in einer ersten vereinfachten Untersuchung berechnete Kosten-Nutzen-Faktor ernüchternd. Sie sollten den Kopf aber nicht hängen lassen, denn die Glacis-Galerie und die Multifunktionshalle waren in der Berechnung noch nicht berücksichtigt. Erst wenn die standardisierte Bewertung vorliegt, heißt es endgültig: Ja oder Nein zur Straßenbahn.
 




Erscheinungsdatum: Dienstag 03.02.2009 19:10 Uhr

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