Schneckengarten

UB

Erst nach der Eiablage ab "Jakobe" (25. Juli) durften die Schnecken früher gesammelt werden. Dann wurden sie in so genannten Schneckengärten eingesetzt und mit Krautblättern, Gemüseabfällen, Rübenschnitzen, Brennesseln und wilden Kräutern gefüttert. "Zum Eindeckeln gegen den Herbst bekam der Garten dann eine Mooseinlage, wo die Schnecken sich verkriechen konnten." Daraus wurden sie mit einem Mooshäckle herausgesucht, verpackt und versandt. Das ging nur im Winter, denn wenn es über zehn Grad warm wurde, wachten die Tiere auf und sprengten die Fässer, in denen sie transportiert wurden.
 




Erscheinungsdatum: Donnerstag 18.03.2004

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