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Südmährer-Kulturpreis geht an ehemaligen Mitarbeiter der UNO
Professor Dr. Alfred-Maurice de Zayas war Sekretär des Menschenrechtsausschusses der Vereinten Nationen
Geislingen  Im Rahmen der Eröffnungsfeier zum 60. Bundestreffen der Südmährer am Samstag wurde Prof. Dr. jur. und phil. Alfred-Maurice de Zayas von der Stadt Geislingen und dem südmährischen Landschaftsrat der diesjährige südmährische Kulturpreis verliehen.
 
In seiner Laudatio auf den Empfänger betonte Landschaftsbetreuer Franz Longin, dass der 61-jährige, in Kuba geborene und in der Schweiz lebende de Zayas ein Verfechter des Rechts und gleichzeitig ein Literat sei. Der Professor, der die sogenannten "50 Thesen" verfasst habe, war Sekretär des UNO-Menschenrechtsausschusses, Chef der Beschwerdeabteilung beim UNO-Hochkommissar für Menschenrechte und ist Präsident des PEN-Clubs in der französisch-sprechenden Schweiz.
 
Seit 2003 von der UNO pensioniert, lehrt de Zayas als Völkerrechtsprofessor unter anderem am Institut Universitaire de Hautes Etudes Internationales in Genf, an der Universität British Columbia in Vancouver (Kanada) und an der Geneva Scholl of Diplomacy.
 
"Recht ist die Grundlage des Friedens. Versuchen Sie mitzuwirken, dass dieses Amerika die Menschenrechte einhält", appellierte Landschaftsbetreuer Franz Longin an de Zayas nach der Preisverleihung durch Oberbürgermeister Wolfgang Amann und Longin.
 
In seiner Fest- und Dankesrede ging der Preisträger auf einige sei-ner 17 historischen und 18 völkerrechtlichen Thesen ein. So könne die 50. These nur schwerlich abgelehnt werden: "Es gilt, Vertreibungen überzeugend zu ächten und damit künftige ,ethnische Säuberungen zu verhindern." bwk
 




Erscheinungsdatum: Montag 28.07.2008

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