SÜDWEST AKTIV > Geislingen > Aus Stadt und Kreis
Ihre Ansprechpartner Impressum
Anmeldung für...
Geislinger Zeitung - Mitglied im SÜDWEST PRESSE Verbund

Artikel per E-Mail versenden Artikel drucken Schrift größer Schrift kleiner


Briefe angezündet
Zusteller nennt "Überlastung" als Motiv
Göppingen  Ein 20-jähriger Zusteller hat Mitte Mai in Göppingen Postsendungen, Wahlunterlagen und Infobroschüren nicht ausgetragen, sondern im Oberholz verbrannt. Der Mann hat die Tat inzwischen bei der Polizei gestanden. Als Motiv gab er "Arbeitsüberlastung" an.
 
In der fraglichen Zeit war viel zu tun, denn es waren die Wahlbenachrichtigungen auszutragen. Dies war dem Auszubildenden der Deutschen Post offenbar zu viel des Aufwands, weshalb er Sendungen zunächst mit nach Hause nahm und sie später verbrannte. In enger Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst der Post AG wurde der 20-Jährige nun von der Polizei ermittelt.
 
Wie Polizeisprecher Uli Stöckle gestern mitteilte, muss sich der junge Mann nun wegen Verletzung des Postgeheimnisses und Unterschlagung verantworten. Angezeigt wurde die Straftat von Zeugen, die verbrannte Reste von Briefen am Grillplatz im Oberholz gefunden hatten. Anzeige erstattete auch die Stadt Göppingen. Im Rathaus hatten sich Bürger beschwert, weil sie keine Wahlunterlagen erhalten hatten. Hauptamtsleiterin Gabriele Zull: "Als wir erfuhren, dass ein Stapel Wahlbenachrichtigungskarten, gemischt mit anderen Papieren, zum Feuermachen genutzt wurden, haben wir Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Die Polizei hat den Täter sehr rasch ausfindig gemacht. Wir sind froh, dass jetzt Klarheit herrscht." Auf Ergebnisse und Gültigkeit der Wahlen in Göppingen haben die verkohlten Unterlagen keinen Einfluss. Wer im Wählerverzeichnis aufgeführt ist, muss seine Wahlbenachrichtigung nicht ins Wahllokal mitbringen, es genügen Personalausweis oder Reisepass.
 




Erscheinungsdatum: Dienstag 30.06.2009

zurück zurück zur Ressort-Übersicht