STREIT / Bisinger Autor Grandt gegen Schweizer VerlagAnzeige erstattet
Michael Grandt hat bei der Kripo Balingen Strafanzeige wegen Volksverhetzung und Rassendiskrimierung gegen den Rudolf-Steiner-Verlag in Dornach/Schweiz gestellt.
Der Bisinger Autor und Journalist begründet seine Strafanzeigen (auch zwei anthroposophische Buchhandlungen in Deutschland sind tangiert) ist eine Passage aus Rudolf Steiners Buch "Gesammelte Aufsätze zur Literatur 1884-1902": "Es ist gewiss nicht zu leugnen, dass heute das Judentum noch immer als geschlossenes Ganzes auftritt und als solches in die Entwicklung unserer gegenwärtigen Zustände vielfach eingegriffen hat, und das in einer Weise, die den abendländischen Kulturideen nichts weniger als günstig war. Das Judentum als solches hat sich aber längst ausgelebt, hat keine Berechtigung innerhalb des modernen Völkerlebens, und dass es sich dennoch erhalten hat, ist ein Fehler der Weltgeschichte, dessen Folgen nicht ausbleiben konnten. Wir meinen hier nicht die Formen der jüdischen Religion allein, wir meinen vorzüglich den Geist des Judentums, die jüdische Denkweise."
Michael Grandt sieht darin alle Straftatbestände der Volksverhetzung und der Rassendiskriminierung erfüllt. Der Verlag verlegt und veräußert das Buch nach wie vor. Die Strafanzeigen gegen die Buchhandlungen erfolgten, weil diese das Buch frei verkaufen.
Zwei andere Bücher von Steiner, dem Begründer der Waldorfschulen, sind vom Bundesfamilienministerium wegen "Rassen diskriminierender Aussagen" bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien angezeigt worden.
Erscheinungsdatum: Samstag 29.09.2007
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