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Ein neues Kraftpaket
Basketball: Ulm holt Christian Burns

Jeff Gibbs ist Geschichte, Christian Burns die Gegenwart: Der Flügelspieler aus den USA verstärkt in der neuen Saison die Ulmer Bundesliga-Basketballer.

JOCHEN WEIS

Hatte Thomas Stoll, Manager des Basketball-Bundesligisten Ratiopharm Ulm, jüngst gemeint, es könnte bis zur nächsten Spielerverpflichtung noch einige Zeit vergehen, so ist der Klub nun bei der Suche nach einem Nachfolger für Jeff Gibbs unerwartet schnell fündig geworden: Christian Burns heißt der Neue, 23 Jahre ist er alt, 2,03 Meter groß - und damit 15 Zentimeter größer als Gibbs. Zumindest beim Gewicht gibt es eine Übereinstimmung: Burns bringt 109 Kilogramm auf die Waage, Gibbs 110.
 
"Natürlich hatten wir Christian schon länger im Blick. Aber es war erstaunlich, dass es jetzt so schnell mit ihm geklappt hat", sagt Stoll. "Als Jeff unser Angebot abgelehnt hatte, sind wir sofort zu Christian umgeschwenkt", ergänzt Coach Mike Taylor. Der hatte Burns bereits bei einem persönlichen Training in New Jersey in Augenschein genommen und für gut befunden. Der Umworbene hatte da aber noch ein Angebot abgelehnt. In Las Vegas, in diesem Sommer das Mekka der Basketball-Camps, blieb der gute Eindruck bestehen, aber Burns zierte sich weiterhin, seine Unterschrift unter den angebotenen Kontrakt zu setzen. Erst als Taylor weitere Überzeugungsarbeit leistete und Burns zudem von den Ulmern gedrängt wurde, eine Entscheidung zu fällen - zumal der Klub noch zwei weitere Kandidaten auf der Liste stehen hatte - gab der Power Forward dem Werben nach. "Da hatte er sicher auch eingesehen, dass die Klubs in Europa nicht mehr so viel Geld ausgeben", sagt Stoll.
 
"Seine Kombination aus physischer Stärke und technischen Fähigkeiten ist einzigartig", meint Taylor über Burns, "ich bin davon überzeugt, dass er das Potenzial hat, in Ulm den nächsten Karriereschritt zu machen." Der NBA-Scouting- Report bescheinigt Burns Entschlossenheit, Athletik, Härte und sowohl Qualitäten in der Offensive als auch in der Verteidigung - was ihn für das von Taylor verstärkt geforderte Fastbreak-Spiel (Tempogegenstöße) prädestiniert. Und: Burns hat Europa-Erfahrung. Zuletzt spielte er beim portugiesischen Erstligisten FC Porto Ferpinta, wo er auf einen Schnitt von 18,9 Punkten und 7,3 Rebounds kam.
 
Davor war Burns in Polen beim AZS Koszalin (8,9/4,2) zugange, wo er auf seiner ersten Profi-Station gleich den Sprung ins All-Star-Team schaffte. 2007, zu seiner Zeit an der Philadelphia University, wurde der Mann aus Trenton/New Jersey zum Spieler des Jahres in der zweiten Divison der College-Liga NCAA gekürt. Die maßgeblichen Werte dafür: Durchschnittlich 29,7 Punkte und 11,2 Rebounds pro Spiel.
 
Nun haben die Ulmer noch zwei Positionen offen - jeweils die Nummer zwei hinter Shooting Guard Lee Humphrey und Center Coleman Collins. Stoll: "Da müssen wir schauen, welche jungen, günstigen Spieler noch auf dem Markt sind."
 




Erscheinungsdatum: Freitag 24.07.2009

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