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"Meine Form ist auch nicht schlecht"
Bernd Weis wird beim Ermstal-Marathon auf der halben Strecke mächtig Gas geben

Die Veranstaltung heißt Ermstal-Marathon, zum Renner entwickelt sich aber der Halbmarathon. Bernd Weis, einer der Lokalmatadoren, freut sich schon mächtig darauf, hegt für den 12. Juli gewisse Absichten.

WOLFGANG SEITZ

Im vergangenen Jahr, bei der Premiere, hatte Bernd Weis, Vorzeige-Duathlet der SG Dettingen, den Marathon auf dem Zettel. Nach einer Hüftverletzung ließ er es aber dann doch beim halben bewenden. Heuer hätte ihn die Königsdisziplin erneut gereizt - geht aber wieder nicht. "Samstag zuvor ist Stadtlauf in Ludwigsburg. Da besteht Teilnahmepflicht, weil mein Sponsor ihn veranstaltet", erklärt Weis, warum er sich wieder mit den 21,095 Kilometern zwischen Metzingen und Bad Urach begnügt. Das Warm-up wird also nach Ludwigsburg verlegt - tags darauf soll es dann im Ermstal richtig rund gehen.
 
Bernd Weis hält nichts von regionaler Rivalität. "Man muss zusammen trainieren, um viel zu erreichen." Deshalb hat es ihm, neben seinem Heimatverein SG Dettingen, der SV Ohmenhausen angetan. Dort sind Markus Ruopp, Peter Keinath und Michael Leibfarth unterwegs.
 
Mit ihnen hat Bernd Weis in diesem Jahr noch einiges vor. Beispielsweise wird man gemeinsam am 20. September beim Berlin-Marathon vorstellig - mit dem Ziel, dort einiges zu reißen. "Versuchen, unter 2:30 zu laufen", haut Weis ein richtiges Pfund raus.
 
Er ist mit bald 41 Jahren der Senior des Quartetts, sieht dies aber keineswegs als Nachteil. "Es gibt im Ausdauer-Bereich auch noch Weltklasse-Athleten in diesem Alter. Je härter, je länger, umso besser sind die Alten. Sie können mehr leiden", sagt einer, der es wissen muss.
 
Am 12. Juli will er richtig leiden, gibt es doch auf der Halbmarathon-Strecke einen "Mitläufer", der ihm einiges abverlangen wird. Markus Ruopp sei derzeit sehr gut drauf, wie auch Bernd Weis bestätigt, "meine Form ist aber auch nicht schlecht, ich komme immer besser in Schwung."
 
Es könnte auf einen Zweikampf zwischen den beiden Trainingskameraden hinauslaufen. "Je nach Tagesform, Markus oder ich", legt sich der Diplom-Ingenieur schon einmal auf potenzielle Sieger fest - obwohl er nicht einmal weiß, wer sonst noch mit ihnen durchs Ermstal rennt.
 
Die bisherige Bestzeit, gehalten von Vorjahressieger Michael Wetzel mit 1:15:40, wird den 12. Juli wohl nicht überleben. "1:13 oder drunter", soll gelaufen werden - zumindest in den Bereichen, in denen es um den Sieg geht.
 
Ein hochinteressantes Rennen erwartet Weis, die Strecke kennt er bestens, die Form stimmt. Wer ihn durchs Ermstal laufen oder radeln sieht, kann dies nur bestätigen. Wobei das noch nicht einmal schnell sei. "80 bis 90 Prozent sind Grundlagen- und Ausdauertraining. Das sind große Umfänge, relativ ruhig", klärt der Duathlet auf. Ganz selten werde im Training richtig Gas gegeben. Im Wettkampf immer - besonders am 12. Juli, wenn vor der Haustür gerannt wird.
 
Info
 
Anmeldungen zum Ermstal-Marathon unter http://www.ermstal-marathon.de .
 
Im Internet kann man sich auch informieren, wie es aktuell um die Form von Bernd Weis bestellt ist: http://www.berndweis.com
 

 




Erscheinungsdatum: Donnerstag 04.06.2009

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