"Erfahrungen aus erster Hand"
Der FDP-Abgeordnete Bullinger besuchte Firmen im Limpurger Land"Es ist mit wichtig zu erfahren wie es läuft - aus erster Hand", so der FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Friedrich Bullinger. Gestern besuchte der Politiker bei seiner Wahlkreisbereisung einigen Firmen im Limpurger Land.
KLAUS RIEDER
Limpurger Land "Ich möchte mich nicht nur auf die Aussagen von Verbänden oder Behörden verlassen, wenn ich wissen möchte, wie es um die Situation im Land bestellt ist", schildert der FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Friedrich Bullinger einen seiner Beweggründe für seine Wahlkreisbereisungen, die ihn regelmäßig zu Unternehmen und in Rathäuser führen. So erfahre er, wo der Schuhe drückt - auch bei der Umsetzungen von gesetzlichen Regelungen durch untere Behörden. "Es ist mir als Abgeordneter wichtig, aus erste Hand zu erfahren, wie es läuft."
Bei seinem gestrigen Besuch im Limpurger Land war diesmal die wirtschaftliche Situation der Unternehmen vor dem Hintergrund der globalen Krise ein Themenschwerpunkt. Neben der Firma Ostertag in Unterrot waren seine weitere Stationen im Limpurger Land die Firmen Stephan und thermo-pack in Gaildorf sowie die Firma Fertighaus Weiss in Oberrot.
Sein Fazit: "Ich war positiv überrascht. Was ich gesehen und gehört habe, spricht eine andere Sprache, als das häufige Schlechtreden des Standortes Baden-Württemberg oder Deutschland", so Bullinger. "Es sind sehr gute Unternehmen, die ich heute besucht habe, die offensichtlich von der so genannten großen Krise nicht so berührt sind." Die Firmen seien in ihrer Produktpalette breit aufgestellt und befänden sich in gutem Fahrwasser.
Überhaupt sieht er nicht nur das Limpurger Land sondern den gesamtem Landkreis Hall in einer guten Position in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Grund sei die "ausgewogene Mischung" der Unternehmen. Dazu kämen Branchen, die nicht so sehr krisenanfällig seien. Bullinger nannte hier die Sondermaschinenbau, den Dienstleistungsbereich - wie die Bausparkasse oder die Firma Bechtle - oder Unternehmen wie Recaro. "Bislang eher unterschätzt ist auch die Ernährungswirtschaft im Landkreis Hall. Hier sind bis zu 4000 Menschen beschäftigt. Das bringt Stabilität in die Region."
Bullinger sieht aber auch Handlungsbedarf, besonders "die verkehrliche Situation. Für Unternehmen wie Stephan spielt die Westumgehung von Hall eine wichtige Rolle." Schließlich müssten die Schwertransporte vom Werk in Gaildorf ohne viele Nadelöhre und Hindernisse die Autobahn möglichst schnell erreichen können. "Auf lokaler Ebene ist die Umgehungsstraße von Gaildorf ein wichtiger Punkt. Davon ist die Firma thermo-pack unmittelbar berührt. Und die möchte wissen, wie es da weiter geht. Ich habe den Eindruck, da ist ein Gesprächsbedarf da."
Heute trifft sich Bullinger mit Landrat Gerhard Bauer und dem Chef der Polizeidirektion, Günther Freisleben. Zudem wird er bei der Firma Breitner Abfüllanlagen in Hall und bei der Hauptversammlung der Hohenloher Molkerei erwartet.
Zum Abschluss seiner Kreisbereisung kommt Bullinger am morgigen Donnerstag mit Crailsheims Oberbürgermeister Andreas Raab zusammen, ehe er den Firmen Schubert und Betonwerk Zuber in Crailsheim sowie Schenkel in Satteldorf und Bosch Tiernahrung in Blaufelden noch einen Besuch abstattet.
Erscheinungsdatum: Mittwoch 15.04.2009
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