Ohne Imker und Moster sähe die Landschaft anders aus
Manfred Köger über das drittwichtigste landwirtschaftliche Nutztier - Gute Produkte verlangen bewusste Verbraucher
Ottendorf Mit der griffigen Feststellung "Ohne Bienen kein Most" eröffnete Imkerboß Manfred Köger seinen wahrhaft spannenden Vortrag. Nach Rind und Schwein sei die Biene das drittwichtigste landwirtschaftliche Nutztier. Anders als die anderen verursache es keinen Lärm, keine Emissionen und keinen Landschaftsverbrauch. "Alles Leben ist aber von der Bestäubung abhängig." Wer denkt schon an diesen Dienst der Bienen, der als selbstverständlich angenommen wird? Mit der Biene verbindet man zunächst die von ihr erzeugten Produkte, wie Honig, Pollen, Wachs und Propolis. Manfred Köger erzählte, dass in Amerika Großimker durch das Land ziehen, die ihre Völker gegen angemessene Bezahlung zur Bestäubung der Felder vermieten. "Die Moster sind ebenso Idealisten wie wir Imker", sagte Köger. Man erzeuge gute Produkte, für die man aber bewusste Verbraucher benötige. Längst gebe es für beide Produkte Ersatz, teils aus Import, teils von der Chemie. "Ohne uns sähe die Landschaft anders aus" - auch diese Feststellung Kögers galt für beide Gruppen. ted
Erscheinungsdatum: Donnerstag 24.09.2009
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