Schwer zu messen
Schmerztage unter dem Motto "Lebensqualität"

Von Freitag, 23. Oktober, bis Samstag, 24. Oktober, finden in Göppingen zum 12. Mal die Südwestdeutschen Schmerztage statt. Unter dem Motto "Lebensqualität" werden dabei neueste Erkenntnisse präsentiert.

EVA-MARIA MANZ

"Schmerz beeinflusst Menschen mehr als viele andere Erkrankungen", so der Initiator und Tagungsleiter der Schmerztage, Dr. Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie und leitender Arzt des Schmerzzentrums Göppingen. Müller-Schwefe betont: "Chronischer Schmerz ist für viele Menschen ein unerwünschter täglicher Begleiter. Gleichzeitig ist es, im Vergleich mit anderen Krankheiten, sehr schwer, ihn zu messen."
 
Die Südwestdeutschen Schmerztage finden dieses Jahr zum 12. Mal in Göppingen statt und für Patienten und Interessierte gibt es wieder interessante Anregungen und Vorträge in der Göppnger Stadthalle. Am 19. Oktober beginnt bereits die "Offene Praxis", bei der Interessierte im Schmerzzentrum Göppingen (Schillerplatz 8/1) die "Schmerztherapie zum Anfassen" erleben können. Spezielle Verfahren werden dabei vorgestellt und können direkt ausprobiert werden.
 
Auch speziell für Ärzte wird es in diesem Jahr wieder Vorträge zu verschiedenen Themen geben. Ein Highlight dabei ist ein Vortrag des bekannten norwegischen Palliativmediziners Stein Husebø. Am Freitag, 23. Oktober, findet ein öffentliches Forum für Patienten und Interessierte statt.
 
Dabei informiert ein Expertenrat über Kopf-, Schulter- und Nackenschmerzen. Im Patientenforum wird außerdem eine neuartige Therapiemethode vorgestellt: Unter dem Motto "So kann Rhythmus Ihr Leben positiv verändern" führt der österreichische Musikpädagoge und Komponist Reinhard Flatischler Möglichkeiten vor, einen Weg zur heilsamen Kraft des Rhythmus zu finden.
 
"In verschiedenen Bereichen der Schmerztherapie gibt es viele neue Erkenntnisse, die vorgestellt werden", so Müller-Schwefel. Beispielsweise gäbe es neue Entwicklungen im Bereich Nervenschmerzen und neue Behandlungsmöglichkeiten durch schneller wirkende Medikamente.
 




Erscheinungsdatum: Dienstag 13.10.2009

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