Gemeinderat stellt sich hinter Jugendtreff
Böhmenkirch "Offensichtlich hat nur eine einzige Person ein Problem. Alle übrigen, die wesentlich näher dran wohnen, dagegen gar keines." Nicht nur Heidi Bühler-Maletycz, auch die übrigen Böhmenkircher Gemeinderäte zögerten nicht lange, als eine von Mitgliedern des "Container Böhmenkirch" gesammelte Unterschriftenliste auf dem Tisch lag. Darin versichern 57 Anwohner von Kloster-, Mozart-, Wagner- und Jahnstraße, dass sie sich von den Aktivitäten des am Sportgelände gelegenen Jugendtreffs nicht gestört fühlen.
Eine Anliegerin in der Jahnstraße sieht das anders und hat sogar einen Rechtsanwalt eingeschaltet, um den ihrer Ansicht nach unzumutbaren Ruhestörungen einen Riegel vorzuschieben. Wie Bürgermeister Jürgen Lenz erläuterte, ist inzwischen das Landratsamt aktiv geworden und erwägt, den baurechtlich nicht genehmigten und daher bislang nur geduldeten Container zu verlegen.
Die Mitglieder des Jugendtreffs wollen aber an ihrem seit nun 13 Jahren angestammten Platz bleiben. Sie betonen, dass für Vandalismus am Sportgelände sowie Ruhestörungen in der Vergangenheit nicht sie, sondern andere verantwortlich seien. Als Beleg führen die Container-Sprecher Maximilian Barth und Jochen Staudenmaier die Unterschriftenliste an, die von fast allen Anwohnern unterzeichnet worden ist. Letztere würden sich in keinster Weise "vom Leben im Container belästigt fühlen" und hätten sich sogar gewundert, "warum diese Befragung überhaupt durchgeführt worden sei", so die Sprecher.
Mit der Zusage, dass sie auch weiterhin bemüht seien, die Vorschriften einzuhalten, bitten die jungen Leute den Bürgermeister beim Kampf um den Erhalt ihres Treffs um Unterstützung. Auf einstimmigen Beschluss des Gremiums wird der Schultes nun "beim Landratsamt mit Nachdruck für den bestehenden Standort werben." hn
Erscheinungsdatum: Donnerstag 18.06.2009
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