Dennis auf dem Siegerpodest
Nägele-Brüder beim 24-Stunden-Rennen auf dem NürburgringDie Lautersteiner Rennfahrer Dennis und Kristian Nägele fuhren für das Heilbronner Motorsport-Team Live-Strip.com Racing beim 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring - Dennis konnte am Ende jubeln.
Damit hatten nur wenige gerechnet: Der BMW M Compact E36 des Teams Live-Strip.com Racing holte beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring trotz quantitativ und qualitativ überwältigender Konkurrenz Platz zwei in der Klasse der Specials bis 3000 ccm Hubraum (SP5). Dem Happy-End für das Privatteam aus Heilbronn waren Stunden voller Dramatik vorausgegangen. Vor 235 000 Zuschauern entspann sich während des wohl spektakulärsten Langstreckenrennens der Welt zwischen den führenden Teams ein heißer Mehrkampf bis kurz vor Renn-Ende. In der mit 15 Startern am zweitstärksten besetzten Klasse gelang es beiden Fahrzeugen des Live-Strip.com Racing-Teams, sich frühzeitig an der Spitze des Klassements festzusetzen. So belegten der BMW 330i und der BMW M 36E in den späten Abendstunden über einen längeren Zeitraum hinweg zeitgleich die Plätze eins und drei. Um kurz vor 9 Uhr am Sonntag war es jedoch mit dem Traum vom ersten Klassensieg vorbei. Im Streckenabschnitt Pflanzgarten riss nach einem Satz vom großen Sprunghügel beim BMW 330i die Antriebswelle. Während Pilot Kristian Nägele versuchte, den Wagen schnellstmöglich seitlich der Strecke ausrollen zu lassen, fuhr ein nachfolgender VW Scirocco GT24 mit etwa 200 km/h ungebremst von hinten auf den defekten BMW auf - ein Unfall, wie er im Rennsport passieren kann. Das Rennen war danach für beide Parteien beendet und so mussten Kristian Nägele und die anderen drei Fahrer dieser Besatzung tatenlos mit ansehen, wie die Konkurrenz die Führung in der Klasse übernahm. So leicht gab sich das Team jedoch nicht geschlagen: Dennis Nägele, Nicky Nufer, Uli Neuser und Fabian Plentz fuhren anstelle der Kollegen im etwas schwächer motorisierten zweiten Auto das Rennen ihres Lebens. Runde um Runde kämpfte sich das Quartett nach vorn, um am Sonntag um 16 Uhr mit dem E36 als zweitbestes Team in der Klasse SP5, als 39. der Gesamtwertung von 170 Teilnehmern sowie als das Team mit den wenigsten Fahrerwechseln und der schnellsten Runde in der Klasse über die Ziellinie zu rollen.
Erscheinungsdatum: Mittwoch 27.05.2009
Diesen Artikel bei swp.de lesen