Profis aus Leipzig
Nebelhöhlen-Rock: Gespräch mit Four RosesGecoverte Rockklassiker sind ihre Stärke: Das Leipziger Quartett Four Roses tritt als eine von vier Bands beim Nebelhöhlen-Rock am 26. September bei Genkingen auf. Wir sprachen mit dem Bassisten Ingo Paul.
JÜRGEN SPIESS
Genkingen/Leipzig Hört man den vier langmähnigen Herren der seit 1992 bestehenden Coverband zu, ahnt man, was sie all die Jahre gemacht haben: gerockt. In Sälen, bei Stadtfesten, Clubkonzerten und Bikertreffen. Musik als Dienst am Kunden, mit unverstellter Spielfreude und hohem Unterhaltungswert.
Musikalisch bewegen sich Rose (Gesang, Gitarre), Flecke (Gitarre), Ingo (Bass) und Henry (Drums) im Rahmen überraschungsfrei arrangierter Rockklassiker: Ob "Nothing else matters", "Another Brick in the wall", "With or without you" oder "Smoke on the water" - die großen Gesten des Rock lassen sich hierbei wunderbar nachahmen. Kurz vor Antritt ihrer Deutschland-Tournee erwischten wir Bassist Ingo Paul noch für ein Telefoninterview.
SÜDWEST PRESSE: Wie würdest Du Eure musikalische Stilrichtung beschreiben? Und seit wann macht Ihr gemeinsam Musik?
INGO PAUL: Wir spielen nun im neunten Jahr in dieser Besetzung zusammen, kennen uns aber schon viel länger. Unsere Musik würde ich als pure und breit gefächerte Rockmusik bezeichnen, denn wir haben alle unterschiedliche musikalische Wurzeln, die jeder mit einbringt.
Unser Sänger etwa kommt vom Hardrock und ich mehr vom Blues. Prägend für unseren Sound ist der mehrstimmige Gesang und vor allem das Spiel unseres Gitarristen und Bandgründers Flecke, der einen unheimlich geilen Sound aus seinem Instrument herausholt.
Würdest Du Euch als Amateur- oder Profitruppe bezeichnen?
Eindeutig als Profiband, denn alle Bandmitglieder leben von der Musik. Wir haben zwar jeder noch andere Projekte am Laufen, aber Four Roses ist unsere Haupteinnahmequelle.
Wir haben im Jahr etwa 100 Auftritte, von großen Festivals wie dem Leipziger Honky Tonk mit 10 000 Besuchern bis zu Bikerfesten und Auftritten bei kleineren und größeren Stadtfesten.
Tretet Ihr eher in Eurer Region auf - oder spielt Ihr auch häufig im Westen der Republik?
Wir spielen überall, ob im Osten oder Westen, Norden oder Süden. Auch in Baden-Württemberg sind wir schon öfters aufgetreten, beispielsweise in Stuttgart, Tübingen und Münsingen.
In der Nachbarschaft der Nebelhöhle zu spielen ist aber auch für uns eine Premiere. Wir sind sehr gespannt und freuen uns schon riesig auf den Auftritt.
Spielt Ihr ausschließlich Coversongs oder auch eigene Stücke?
Hauptsächlich spielen wir Coversongs, sind aber seit längerem dabei, auch eigene Stücke zu schreiben. Wir planen für die nächste Zukunft ein erstes Album mit eigenen Stücken herauszubringen.
Erlebt Ihr das Publikum im Osten und Westen unterschiedlich?
Der Unterschied hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr angeglichen. In Leipzig und Umgebung sind wir natürlich bekannt, und dementsprechend geht da auch der Punk ab.
Dafür tritt uns das Publikum im Westen mit mehr Respekt entgegen. Gute Stimmung ist das wichtigste bei unseren Konzerten, und die erleben wir im Osten wie im Westen. Das Publikum und uns als Band verbindet die Liebe zum RocknRoll, Irgendwelche Stereotypen und das ewige Ost-West-Denken haben darin keinen Platz.
Erscheinungsdatum: Dienstag 22.09.2009
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