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Breitseite der Schützen
Ärger über Verwaltung: "Stadt macht uns das Leben unnötig schwer"

Mit donnernden Böllerschüssen haben die Machtolsheimer Schützen ihr diesjähriges Gartenfest eröffnet. Dabei hatte die Stadt Laichingen noch versucht, dies zu verhindern - allerdings ohne Erfolg.

MARGIT WEBER

Machtolsheim  Der Schützenverein hatte Glück mit dem Wetter. Zwar war es am Samstagabend recht kühl, doch die Jungformation der Oberkrainer und die sieben Musiker der Besenkracher, heizten den über 300 Gästen des alle zwei Jahre stattfindenden Gartenfests kräftig ein. Holger Bühler von den Besenkrachern forderte zum Klatschen und Schunkeln auf, und die Machtolsheimer taten wie ihnen geheißen. Am Sonntag war das Zelt bereits zum ökumenischen Gottesdienst voll - und so blieb es auch bis zum Ende des Fests.
 
Michael Schöll, erster Vorsitzender des Schützenvereins war zufrieden. "Wenn im Vorfeld auch alles so gut gelaufen wäre, würde ich jetzt sagen - nahezu perfekt", sagte er, denn die Laichinger Stadtverwaltung machte den Schützen einen Strich durch die Rechnung. Hauptamtsleiterin Jutta Schmidt-Harscher wollte das Böllerschießen zur Eröffnung verbieten, was Schöll freilich sauer aufstieß: "Was ist ein Fest der Schützen ohne das Böllerschießen zum Auftakt?" Schöll erkundigte sich im Landratsamt beim Fachbereichsleiter für Waffenrecht, Max Hunger, und erfuhr, dass die Stadt das Fest zwar genehmigen müsse, in Sachen Böllerschüsse jedoch nichts zu sagen habe. Dies müsse das Landratsamt genehmigen, was Hunger auch tat. "Ich habe manchmal das Gefühl, man will den Vereinen das Leben unnötig schwer machen. Wir brauchen diese Feste zum Überleben und zudem freut sich die Bevölkerung, wenn im Dorf was los ist, sonst wärs ja wohl ein trauriges Jahr ohne die vielen Vereinsaktivitäten", wetterte Schöll, der sich zudem über die mangelnde Unterstützung durch die Machtolsheimer beklagte. Trotz eines Aufrufs habe gerade eine Frau habe einen Kuchen gespendet, erzählte Schöll: "Das fand ich doch etwas enttäuschend."
 
Die Jugend vergnügte sich derweil an der Schießbude der Schützenjugend. Kulinarisch bot der Schützenverein erstmals Chili-Maultaschen an. Schöll hatte sich bei einem Wettbewerb beworben und 80 Kilogramm der ungewöhnlichen Kreation gewonnen.
 




Erscheinungsdatum: Dienstag 28.07.2009

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