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Center Bryant letzter Ulmer Neuzugang - Feucht hilft mitDie Personalplanung beim Ulmer Basketball-Bundesligisten ist beendet. Gestern verpflichtete Manager Thomas Stoll mit dem 26-jährigen Center John Bryant den letzten Neuzugang für die kommende Saison.
THOMAS GOTTHARDT
Das hat ja genau gepasst. Heute fliegt Thomas Stoll mit seiner Familie in den Urlaub (siehe Seite 18), gestern machte der Manager des Basketball-Bundesligisten Ratiopharm Ulm den nächsten und letzten Neuzugang perfekt. Als zweiter Center kommt John Bryant. Mit seinen 2,03 m soll der 26-jährige Amerikaner den als Starter vorgesehenen Coleman Collins entlasten. Bryant, der sich 2005/2006 nicht sonderlich erfolgreich in England versuchte, spielte zuletzt bei Vermont Frost Heaves in der American Basketball Association (ABA), einer US-Profiliga. Seine Stärken liegen, so der Manager, in der Verteidigung.
Die Verpflichtung wäre nicht möglich gewesen, wenn nicht der Ulmer Unternehmer Walter Feucht einen Teil der Finanzierung übernommen hätte. "Ich bin einfach weich geworden, als mich beim Simply-Red-Konzert am Schwörwochenende Fritz&Macziol-Geschäftsführer Oliver Schallhorn gefragt hat, ob ich nicht was machen möchte", erzählte Feucht gestern.
Der 60-Jährige hatte seine Zusage für den Fall gegeben, dass die Basketballer einen deutschen Spieler holen. Diese geplante Verpflichtung zerschlug sich. "Aber natürlich halte ich meine Zusage auch ein, wenn jetzt ein Amerikaner kommt", sagte Feucht, der immer noch Anteile an der Basketball Ulm/Alb-Donau GmbH hat. Feucht, Vorsitzender der TSG Söflingen, ist zudem Hauptsponsor der Regionalliga-Handballer und hat bei diesen sein finanzielles Engagement für die kommende Saison etwas zurückgefahren. Ein Problem sieht er darin nicht: Ich bin schließlich Herr meiner Entscheidungen. Außerdem ist mein Beitrag für den Basketball wirklich überschaubar."
Mit der Bryant-Verpflichtung ist die Personalplanung beim Ulmer Bundesligisten und Play-off-Teilnehmer der vergangenen Saison abgeschlossen. Als Stamm hat Trainer Mike Taylor zehn Korbjäger (drei Deutsche, sieben Amerikaner). Dazu kommen noch zwei deutsche Spieler aus der Nachwuchsbundesliga (NBBL). In der kommenden Saison müssen auf dem Spielberichtsbogen vier deutsche Spieler stehen.
"Wir haben jetzt ein Team, das hoffentlich stabiler verteidigt als in den vergangenen Jahren, das sehr jung und hoch talentiert ist, das aber auch sehr unerfahren ist", beschreibt Stoll das neue Gesicht der Mannschaft, aus der sich vier Starter verabschiedet haben. "Wir hatten es befürchtet, dass wir so einen Umbruch haben würden, wir hatten aber auch gehofft, dass wir wenigsten Jeff Gibbs würden halten können", sagte der Manager. Nicht zuletzt der Umstand, dass ein Stück Werbefläche auf dem Trikot noch nicht verkauft werden konnte, lässt den Etat jedoch nicht so schnell wachsen, wie von den Ulmer Verantwortlichen erwartet. Damit erhöht sich auch die sportliche Qualität der Mannschaft nicht in dem Maße wie geplant. "Hätten wir eine Million Euro mehr, hätten wir einen anderen Kader. Das müssen wir ganz nüchtern feststellen", so Stoll. Allerdings hätten sich einige ehemalige Ulmer Spieler "verzockt", glaubt der Manager. Schließlich hat erst einer der Abgänge einen neuen Klub: Romeo Travis (Tübingen).
Erscheinungsdatum: Samstag 01.08.2009
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