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Agenturen melden kleines Sommerloch
In Neu-Ulm geht Arbeitslosigkeit sogar zurück

Der typische Sommereffekt auf dem Arbeitsmarkt trifft auch die Region - Neu-Ulm ausgenommen. Die Gesamtzahl der Arbeitslosen nahm indes zu.

REGINA FRANK

Ulm  Die Arbeitsagenturen in der Region bewerten die Lage auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor positiv, auch wenn die Zahl der Arbeitslosen in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis saisonbedingt im Juli um 183 und im Landkreis Neu-Ulm um 10 gestiegen ist. Denn der Arbeitsmarkt ist dynamisch und hält für viele Chancen bereit.
 
Bemerkenswert: Es sind nicht nur hunderte ehemaliger Iveco-Leiharbeiter mehr oder weniger nahtlos in anderen Jobs untergekommen, es fanden auch Arbeitnehmer neue Arbeit, die schon seit einem Jahr oder länger keine Beschäftigung mehr haben. "Dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen weiter gesunken ist, zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind", sagt die Leiterin der Ulmer Arbeitsagentur, Petra Cravaack. Erhöht hat sich indes die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen (plus 125), was jahreszeitlich normal ist und mit dem Ende von Ausbildung, Schule und Studium zusammenhängt. Die Gesamtschau ergibt: In Ulm und dem Alb-Donaukreis waren im Juli 5447 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Quote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent. Die kleinen Dienststellen melden ebenfalls eine leichte Zunahme der Arbeitslosenzahlen, in Blaubeuren um 32 auf 491 (Quote: 2,7 Prozent), in Ehingen um 36 auf 941 (Quote: 3,0 Prozent).
 
Im Landkreis Neu-Ulm ein zweigeteiltes Bild: Der südliche Teil liegt mit einer leicht höheren Arbeitslosenzahl im Trend, der nördliche fällt aus dem Rahmen, denn dort ging die Zahl der Arbeitslosen trotz des Sommerlochs sogar weiter zurück und zwar auf 1770 (minus 45). Mit einer Quote von 2,7 Prozent wurde sogar eine neue Bestmarke erreicht. "Der stark produktionsausgerichtete Wirtschaftsraum sorgt für eine enorme Dynamik", erklärt Rudolf Simmler, Leiter der Agentur für Arbeit Neu-Ulm.
 
Im Raum Illertissen wurde die positive Entwicklung zwar etwas abgebremst, doch der Arbeitsmarkt ist nach Einschätzung des dortigen Agenturleiters Bodo Staib so stabil, dass viele nicht übernommene Ausbildungsabsolventen noch einen Fuß in die Arbeitswelt bekommen werden. Die Arbeitslosenquote lag im Juli bei 2,6 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte höher als im Juni. Es waren 665 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 55 mehr als im Monat zuvor.
 




Erscheinungsdatum: Freitag 01.08.2008

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