Forscher erreichen in Seligengrundhöhle 88 Meter Tiefe
Ganz unten lässt ein Luftzug auf eine Fortsetzung hoffen
Seißen Erneut einen großen Schritt vorangekommen sind die Forscher der "Arge Blaukarst" in der Seligengrundhöhle bei Blaubeuren-Seißen. Wie Sprecher Dr. Jürgen Bohnert mitteilt, ist es gelungen, den Schacht am bisherigen Endpunkt in einer Tiefe von 65 Metern so zu erweitern, dass sich die Höhlenexperten bis auf 88 Meter abseilen konnten. "Wir waren selber überrascht", sagt Bohnert zu der gemessenen Tiefe. Zum Vergleich: Die Laichinger Tiefenhöhle ist 80 Meter tief, als tiefste Höhle der Schwäbischen Alb gilt die Laierhöhle bei Geislingen, die 115 Meter misst.
Die Hoffnung der "Arge Blaukarst", auf horizontale Gänge zu stoßen, die zum Blauhöhlensystem führen, hat sich bisher nicht erfüllt. Weil bald das Karstwasserniveau erreicht ist, sei es aber durchaus denkbar, weiter unten noch auf Gänge zu stoßen, meint Bohnert. Auch am Schachtgrund sei noch ein Luftzug zu spüren, der auf Fortsetzungen hinweise. Die "Arge Blaukarst" ist ein Zusammenschluss aus Forschern verschiedener Vereine. jos
Erscheinungsdatum: Donnerstag 30.07.2009
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