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ZU "DER BAUERNAUFSTAND ZU ULM", 14. SEPTEMBER
Der Autor hat die Sache nicht kapiert
Schade, habe ich mir beim Lesen des Artikels gedacht. Dieser Autor hat die Sache nicht kapiert. Dieser Artikel war reißerisch aufgemacht und sehr schlecht recherchiert. Bei strahlendem Wetter war diese Kundgebung unter dem Motto "Vielfalt ernährt die Welt" eine äußerst gelungene Veranstaltung.
 
Es gibt ja zum Glück noch Leute, die ohne finanzielle Interessen und aus Idealismus auf die Straße gehen. Es war eine Informationsveranstaltung zum Thema Gentechnik, auf der sich die Verbraucher an den verschiedenen Ständen ein Bild dazu machen konnten. Die hohe Besucherzahl von geschätzten 6000 Teilnehmern zeigt, wie wichtig das Thema für viele Menschen ist.
 
Ich muss die Meinung von Frau Schavan respektieren, aber angesichts des jüngsten Lebensmittelskandals sprich GVO in Leinsamen und Honig muss jedem klar sein, dass eine Koexistenz von Bio und gentechnisch veränderten Lebensmitteln in der Natur nicht möglich ist. Immerhin lehnen 70 Prozent der Bürger von Baden-Württemberg Gentechnik in Nahrungsmitteln ab. Wenn ich dann das Wort Bauernaufstand lese, hat das auch etwas mit dem Thema zu tun.
 
Ich und meine Kollegen haben eine Berufsethik, wir wollen unsere Schöpfung bewahren und erhalten. Anders als Großagrarier und Konzerne wollen wir unsere Tiere und Flächen weiterhin nachhaltig bewirtschaften, gute und gesunde Lebensmittel erzeugen und unsere Landschaft pflegen. Aber nachhaltig wirtschaften geht nicht einher mit dem Verramschen unserer Erzeugnisse und gesunde Lebensmittel können wir nicht mit Gentechnik erzeugen.
 
Dann noch die "stinkigen Traktoren", für die gute Stadtluft bin ich mit meinem Traktor wohl das allerkleinste Problem. Werter Herr Ruschitzka, ich würde gerne mit ihnen über dieses Thema diskutieren. Sie haben den Ernst der Lage, in der wir uns befinden, nicht erkannt. Sie haben Verantwortung, für dass was Sie schreiben und Sie müssen ihre Leser unparteiisch informieren. Alles Fehlanzeige. Nach 70-stündiger Arbeitswoche machte ich mich auf den Weg nach Ulm, um mit anderen gegen Gentechnik zu protestieren. Für mich war es wichtig, sinnvoll und zufriedenstellend. War das Schreiben ihres Artikels für sie auch zufriedenstellend?
 
PAUL-MARTIN SEIFFERT,
 
BEIMERSTETTEN-EISELAU
 




Erscheinungsdatum: Samstag 19.09.2009

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