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Thema der Region

IMMOBILIEN / Ein Drittel der künftigen Neu-Ulmer Südstadt ist schon bebaut
Geschrumpftes Wiley-Areal boomt
Firmen sind voll des Lobs über die Zusammenarbeit mit der Verwaltung

Die Südstadt wächst. Bereits ein Drittel des Wiley-Areals ist bebaut. Die Pläne der Stadt Neu-Ulm sind weiter ehrgeizig: Bis zur Landesgartenschau im Jahr 2008 soll das letzte Haus bezogen sein. Die Bauträger sind jedenfalls voll des Lobs über die Zusammenarbeit mit der Stadt.

EDWIN RUSCHITZKA

Zugegeben, auf dem Reißbrett der Stadtverwaltung ist der Stadtteil Wiley im Verlauf der letzten Jahre arg geschrumpft: Anfang der 90er Jahre, als man das 76,4 Hektar große Areal der ehemaligen US-Kaserne vom Bund für 34,5 Millionen Mark (17,6 Millionen Euro) gekauft hatte, war man von einem ganz großen Wurf überzeugt. Die künftige Südstadt werde spätestens in zehn Jahren in 3000 bis 3500 Wohnungen rund 6500 Einwohner beherbergen. Nach dem Jahr 2000 wurden die Zahlen deutlich gesenkt: Etwa 1500 Wohnungen für 3500 Einwohner.
 
Die schlankeren Pläne haben die Bauaktivitäten voran gebracht. Etwa 35 Prozent der gesamten Fläche sind bebaut oder kurz vor der Fertigstellung. 13 Bauträger sind in Wiley aktiv, mit Ausnahme des Giganten Hoch-Tief (Edison-Center) sind es allesamt Mittelständler aus einem Umkreis von 50 Kilometern um Neu-Ulm herum. Die meisten sind voll des Lobs, wie die Südstadt vorangebracht wird. Der Mix aus preiswerten und exklusiven Wohnungen stimme, sagt beispielsweise Volker Munk, der 44 exklusive Lofts gebaut hat. 26 weitere Lofts, sieben Reihenhäuser und zwei Doppelhäuser sind schon wieder in Planung oder in Bau.
 
Dass die Stadt sich vor vier Jahren vom Geschosswohnungsbau weg und hin zu individuellen, kleineren Einheiten bewegt hat, ist offensichtlich das Erfolgsgeheimnis in Wiley. Die Vielfalt der verschiedenen Baustile lässt einen auch optisch interessanten Stadtteil entstehen. Nach Ansicht vieler Bauträger werde die Neu-Ulmer Südstadt mit der luftigeren Bebauung auch deutlich attraktiver werden als die Siedlungen am Ulmer Eselsberg oder Eichberg. Der große Vorteil der Südstadt sei vor allem aber die Nähe zur Neu-Ulmer und Ulmer Innenstadt, sagt Casa Nova-Vertriebsleiter Norbert Klan. Casa Nova hat acht Reihenhäuser gebaut und zwei so genannte Openhäuser mit flexiblem Zuschnitt. Alle waren schnell verkauft. Acht weitere Einfamilienhäuser sind geplant, drei davon ebenfalls schon verkauft.
 
"Wohnraum muss auch bezahlbar sein", ist die Devise von Helmut Mildner, Geschäftsführer der Neu-Ulmer Wohnungsgesellschaft (Nuwog). Die städtische Gesellschaft hat ein ganzes Quartier mit insgesamt 69 Wohnungen bebaut. Was Mildner vor allem gefällt, ist der Bevölkerungsmix in den Wileys: "Junge Familien, die sich für das Reihenhaus entschieden haben, ältere Menschen, die eher in Geschosswohnungen gezogen sind."
 
Waren es im Jahr 2000 noch 3500 Quadratmeter Grundstücke, die Neu-Ulm in Wiley an die Bauträger verkauft hatte, stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 18 000 Quadratmeter. Der Preis liegt zwischen 150 und 160 Euro pro Quadratmeter, dazu kommen noch etwa 50 Euro für die Erschließung. "Es wird kontinuierlich mehr verkauft", freut sich der Wiley-Sachbearbeiter aus der Stadtplanung, André Rehmsmeier. Und das, obwohl der Immobilienmarkt längst nicht mehr so stark boome als Anfang der 90er Jahre, sagt Volker Munk. Die Zeiten, als man Wohnungen jedweder Art gekauft habe, um Steuern zu sparen, seien vorbei. Heute funktioniere der Verkauf nur noch über Qualität.
 
An der Infrastruktur wird in Wiley noch gearbeitet. Nachdem jetzt in der Südstadt weniger Menschen leben werden, werde keine Grundschule gebaut, sagt Rehmsmeier. Ein Kindergarten für drei Gruppen entsteht heuer. Geschäfte und Kneipen gibt es bislang nur am Rand der Südstadt. Auch das soll sich bis 2008 ändern. Vorübergehend wolle man den derzeit 600 Wiley-Bewohnern mit einem fahrenden Bäcker und Metzger helfen.
 
INFO
 
Wer sich über die Neu-Ulmer Südstadt informieren will, kann das donnerstags von 14 bis 18 Uhr im Wiley-Büro (John-F.-Kennedy-Straße1) tun. Dort erreicht man André Rehmsmeier auch unter Telefon (0731) 9 80 89 93 oder die Woche über im Rathaus unter (0731) 7050-556.
 

 

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 Multihalle [rosty, 11.11.2009 13:10]
 Kommentar [Osterhase, 11.11.2009 08:46]
 Prügelmob [rosty, 10.11.2009 08:47]



Erscheinungsdatum: Mittwoch 31.03.2004

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