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VERKEHR / Stadtentwicklungsausschuss einstimmig für Ausbau der StraßenbahnDer Combino soll nach Böfingen rollen
Die Verlängerung der Ulmer Straßenbahn nach Böfingen kann kommen. Gestern stimmte der Ausschuss zu, am 21. März wird der Gemeinderat folgen.
WILLI BÖHMER
Der Stadtentwicklungsausschuss des Ulmer Gemeinderates war sich gestern einig: Der Ausbau der Straßenbahn nach Böfingen ist ein wichtiger Schritt für den öffentlichen Nahverkehr in Ulm und für die Stadtentwicklung. Einstimmig sprach sich der Ausschuss für den Bau der Schienentrasse von der derzeitigen Endhaltestelle Donauhalle bis nach Böfingen aus. Damit gilt als sicher, dass auch der Ulmer Gemeinderat am 21. März zustimmen wird. Dann kann im August 2007 mit den Bauarbeiten begonnen werden, sagte Ingo Wortmann Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU-Verkehr. Ende 2008 soll die Strecke fertig sein.
Überraschend sprach sich auch die CDU-Fraktion, die bislang starke Bedenken gegen die neue Trasse gehegt hatte (wir berichteten), für den Ausbau aus. CDU-Stadtrat Herbert Dörfler erklärte den Gesinnungswandel mit den günstigeren Finanzen der Stadt. Als sich die Schulden auf die 200 Millionen Euro zu bewegten, habe man erhebliche Bedenken gehabt, inzwischen hat sich der Schuldenstand auf rund 170 Millionen reduziert. Deshalb könne die Fraktion nun doch zustimmen.
Wortmann skizzierte im Ausschuss noch einmal die wesentlichen Daten für die neue Strecke: Der Planfeststellungsbeschluss liegt im Hause der SWU vor, "wir können theoretisch morgen starten". Die Gesamtkosten haben sich erhöht, weil der Stahlpreis und auch die Baupreise mit der Konjunktur deutlich geklettert sind. 20,4 Millionen wird der Ausbau kosten, davon entfallen allein 1,7 Millionen auf die Vorfinanzierung des Landeszuschusses für voraussichtlich drei Jahre. Bund und Land schießen 75 Prozent der förderfähigen Kosten zu. Die Stadt selbst muss 7,5 Millionen beisteuern.
Auch zwei neue Combino-Straßenbahnwagen werden angeschafft, um die längere Strecke bedienen zu können. Es handelt sich um technisch nachgerüstete Fahrzeuge, die nicht mehr durch die ursprünglichen Festigkeitsmängel belastet sind, sagte Wortmann. Die übrigen Ulmer Combinos werden nachgerüstet, Siemens komme seiner Verpflichtung nach.
Erscheinungsdatum: Mittwoch 07.03.2007
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