NAHVERKEHR / Busbahnhof geht in BetriebAuf der neuen Linie schneller in die Stadt
Mit dem morgigen Fahrplanwechsel ändert sich in Neu-Ulm so manches: Der neue Busbahnhof geht in Betrieb, der die Linien bündelt, und aus der Linie 6 wird die 5.
CHIRIN KOLB
Gestern wurde mit Hochdruck noch gearbeitet, heute soll alles fertig sein: Die Meininger Allee parallel zum Bahntrog wird heute um 11 Uhr eröffnet, morgen nimmt der neue Busbahnhof, der offiziell "Zentraler Umsteigepunkt" (ZUP) heißt, seinen Betrieb auf. Außerdem gehts auf neuer Strecke künftig schneller nach Ludwigsfeld und zurück. Die Stadt verspricht sich von all den Neuerungen eine ganze Menge. "Wir erwarten, dass der öffentliche Personennahverkehr in Neu-Ulm deutlich an Attraktivität gewinnt, dass die Fahrgastzahlen steigen und dass der Straßenverkehr entlastet wird", sagte Oberbürgermeister Gerold Noerenberg gestern bei der ersten Fahrt mit Vertretern der Busunternehmen, Mitarbeitern der Stadtverwaltung und Stadträten.
Diese Hoffnung gründet er erstens auf den neuen Busbahnhof. Er grenzt direkt an den Bahnhof, und weil auch ein großer Fahrradständer schon montiert ist, können Fahrgäste ganz leicht zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln wechseln. Zweitens verbessert sich der Nahverkehr ins Wiley und nach Ludwigsfeld. Die alte Linie 6 ist nun die Linie 5. Sie ist gespalten in einen Ast, der ins Vorfeld fährt und am Dietrich-Kino endet, und in einen, der nach Ludwigsfeld fährt. Und zwar auf einer neuen Route: über die Elsa-Brandström-Straße und die neu gebaute Trasse zur Danziger Straße in Ludwigsfeld. Diese erst kürzlich fertiggestellte Trasse ist für Autos gesperrt, außer Bussen dürfen sie nur Radler befahren.
Die Vorteile dieser neuen Route zählte der städtische Verkehrsplaner Andreas Borgmann auf. Sie verläuft mitten durchs Wohngebiet und ist damit nah an den Leuten. Und sie ist schneller: Auf der Strecke von Ludwigsfeld zum Ulmer Hauptbahnhof sind die Busse von morgen an zehn Minuten schneller.
Erscheinungsdatum: Samstag 08.12.2007
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