Rad-Demonstranten erinnern an legendäre Aktion
Kleine Gruppe hält Motto "Frieden schaffen ohne Waffen" hoch
Ulm  Ulli Thiel, der vor 25 Jahren die Idee zu der Menschenketten-Aktion hatte, konnte am Samstag wegen einer Erkrankung die Strecke selbst nicht abfahren. Aber seine Frau Sonnhild trat in die Pedale, und die 60-Jährige hielt die 97,5 Kilometer bis Stuttgart auch durch. Mit ihr startete in Ulm ein Dutzend Bürger aus Süddeutschland, das an die legendäre Aktion der Friedensbewegung erinnern wollte. Darunter einige, die damals selbst in der Kette standen, aber auch jüngere Aktivisten, die die Anti-Raketen-Aktion nur aus Berichten und Erzählungen kennen. Die Radler fuhren den Weg ab, an dem vor 25 Jahren die Menschen in Zweier- und Dreierreihen standen, um gegen die geplante Stationierung von Atomraketen zu protestieren. Die aktuelle Protestgruppe war indes sehr klein, auch wenn entlang der Strecke nochmal gut ein Dutzend Radler dazu stieß. "Aber wenn wir nicht das Bewusstsein hochhalten würden, dass es auch ohne Waffen geht, wäre gar niemand mehr da, wenns brenzlig wird", sagt Roland Blach, Landesgeschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsdienstgegener. "Es liegt noch so vieles im Argen, damit meine ich auch die Kriege unter Beteiligung von Deutschland und den USA." Die Organisation setzt sich für eine Beendigung des Afghanistan-Krieges ein. ref
 




Erscheinungsdatum: Montag 20.10.2008

zurück Diesen Artikel bei swp.de lesen