Das wird keine Kaffeefahrt
Studenten der FH Würzburg-Schweinfurt starten mit einem Solarwagen

Studenten der FH Würzburg-Schweinfurt bauen für ein Rennen in Australien einen Solarrennwagen. Das Grundkonzept für den Flitzer steht bereits.

Würzburg/Schweinfurt  Im Januar haben sich acht Studenten der FH Schweinfurt einen waghalsigen Plan ausgedacht: Den Kontinent Australien von Norden nach Süden zu durchqueren und das ohne einen Tropfen Benzin.
 
Die Rede ist von der World Solar Challenge, dem härtesten Solarrennen der Welt, welches alle zwei Jahre im Outback stattfindet. Dies wird zweifelsohne keine Kaffeefahrt. Von Sandstürmen mit Sichtweiten unter zehn Metern, bis hin zu sintflutartigen Regenfällen muss auf der über 3000 Kilometer langen Strecke mit allem gerechnet werden. Des Weiteren sind die extremen Tagestemperaturen von bis zu 45 Grad am Tag und drei Grad in der Nacht eine Belastung für Mensch und Material.
 
Die größte Herausforderung ist allerdings das Konstruieren des Fahrzeugs. Dies muss ohne fremde Hilfe, allein von den Studenten gemeistert werden. Professoren und sponsernde Firmen dürfen lediglich mit finanzieller und technischer Unterstützung sowie mit dem Rohmaterials unter die Arme greifen. Um selbständig und autark arbeiten zu können, gründeten die Studenten den Verein FH-SW Solar Racing. Aktuell hat der Verein 30 Mitglieder aus den Bereichen Ingenieurinformatik, Maschinenbau, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen - Tendenz steigend. Zur Zeit werden Sponsoren gesucht. Erfolge sind bereits zu sehen, denn das Grundkonzept für den "Ökoflitzers" steht und erste Sponsoren haben zugesagt. "Wenn wir das Tempo beibehalten, dann erobern wir 2009 Australien", sagt Teammanager Falko Petersenn.
 




Erscheinungsdatum: Freitag 30.05.2008

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